Steven Subotnick (USA)

Stevens Animationen sind komprimiert und poetisch. Durch einen experimentellen und iterativen Herstellungs- und Bearbeitungsprozess erforscht er Resonanzen in so unterschiedlichen Themen wie Geschichte, Wissenschaft, Evolution und Religion. Sein Kunstwerk beginnt mit physischen Materialien – Papier, Tinte, Farbe, Pappmaché, Lumpen, Fotografien, Holz – die dann durch digitale Manipulation transformiert werden. Sein Ziel ist es, Ideen im Akt der Entstehung zu verkörpern – ein Film über die Evolution wird mit geschlossenen Augen geradeaus gezeichnet. Der Ton ist ein wichtiger Teil seines Filmemachens. Er erstellt Tracks, um den Bildern eine Stimme zu verleihen, und es ist die Kombination aus Bild und Ton, die die volle Identität des Films ausmacht.

Stevens Filme wurden auf Festivals, Galerien, Museen und kuratierten Ausstellungen auf der ganzen Welt gezeigt. Er ist Empfänger wichtiger Zuschüsse und Stipendien, darunter ein Guggenheim-Stipendium, ein LEF-Stipendium und ein AFI-Stipendium. Seine Filme wurden mit Preisen wie dem „Grand Prix“ beim Holland Animation Film Festival und dem „High Risk Award“ beim Fantoche Animation Festival ausgezeichnet. 2018 hatte er eine Retrospektive seiner Filme beim Ottawa International Animation Festival. Er erhielt Aufenthalte in der MacDowell Colony und der Yaddo Corporation. Steven ist auch ein engagierter Lehrer. Er unterrichtet seit über dreißig Jahren Animation an Hochschulen und Universitäten, darunter an der Harvard University, dem Massachusetts College of Art and Design und der Rhode Island School of Design, wo er derzeit Abschlussarbeiten im Bereich Animation unterrichtet.

Maya Yonesho (Deutschland)

Maya Yonesho wurde in Japan geboren und lebt jetzt in Stuttgart, Deutschland. Ihre abstrakten Animationswerke erforschen das wortlose interkulturelle und zwischenmenschliche Verständnis mithilfe von Landschaft, Klang und Stimme. Seit 2006 hat sie 22 Länder auf 3 Kontinenten bereist, Animationsworkshops durchgeführt und persönliche Filme gedreht, um ihre Serie „Daumenreise“ zu schaffen. Diese Werke zeigen individuelle, ausdrucksstarke Handanimationen an realen Orten, die es den Zuschauern ermöglichen, persönliche Visionen in kollektiven Räumen zu sehen. Neben dieser fortlaufenden Arbeit ist Maya als freiberufliche Animatorin tätig und hält international Vorträge. Sie glaubt, dass Animationen die Kraft haben, Kultur und Gemeinschaft zu feiern und weltweit Brücken zu schlagen.

Lea Vidakovic (Kroatien)

Lea Vidakovic ist Multimedia-Künstlerin, Filmregisseurin, Forscherin und Dozentin und arbeitet in den Bereichen animierte Installationen, erweiterte Medienpraktiken und traditionelle Puppenanimation. Sie hat einen BA/MA als Grafikerin und Malerin (Kunstakademie Zagreb), einen BA in Animation (HVO, Norwegen), einen MA in audiovisuellen Künsten (KASK, Belgien) sowie einen Doktortitel in Animationswissenschaften (NTU/ADM Singapur). Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen fragmentierte Erzählformen und Erzählansätze für animierte Installationen, Expanded Cinema und Storytelling. Sie hat ihre Kunstwerke international in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen sowie auf über 300 Animationsfestivals präsentiert. Ihr neuester Film „The Family Portrait“ gewann 49 Auszeichnungen, darunter einen Rigo-Mora-Preis, der den Film für die Oscars 2025 qualifizierte. Lea unterrichtet Animation an der Lusófona-Universität in Lissabon. www.leavidakovic.com

Francesca de Bassa (Italien)

Francesca de Bassa ist eine in Italien geborene Filmemacherin und Animationsregisseurin, deren Werk sich im Spannungsfeld zwischen Surrealem und emotionaler Unverfälschtheit bewegt. Nach ihrem Studium der Literatur und Philosophie an der Universität Bologna mit Schwerpunkt auf zeitgenössischer Kunstgeschichte absolvierte sie eine Ausbildung zur Animationsregisseurin am Centro Sperimentale di Cinematografia in Turin.

Seit 2013 lebt sie in London und ist in den Bereichen Werbung, Musik, Medien und virtuelle Produktion tätig. Dabei entwickelt sie ihre Arbeitsweise durch neue Technologien wie virtuelle Produktion (NFTS, 2023) und Video-Mapping (Abbaye de Fontevraud, 2023) kontinuierlich weiter.

Ihre Filme zeichnen sich durch Exzentrik, Respektlosigkeit und die Weigerung, sich anzupassen, aus und loten neue Wege des visuellen Erzählens aus. Ihr preisgekrönter Kurzfilm „Nothing We Say Can Change What We’ve Been Through“ fand internationale Anerkennung und wurde beim Hastings Rocks International Film Festival (2025) als bester Experimentalfilm, bei den Future of Films Awards (2024) als beste Regisseurin für einen Mikro-Kurzfilm, beim Cambridge Short Film Festival (2024) als bester Super-Kurzfilm und beim Reale Film Festival (2024) als bester Animationsfilm ausgezeichnet.

Iva Tokmakchieva (Bulgarien)

Iva Tokmakchieva (1994) ist eine bulgarische Animationsregisseurin, die 2019 ihr Studium der Animation an der New Bulgarian University abschloss. Ihr Studentenfilm „Let’s Meet Yesterday“ wurde auf zahlreichen internationalen Festivals ausgewählt und erhielt mehrere Auszeichnungen, darunter den ASIFA Student Award im Jahr 2020.

Sie ist Teil des bulgarischen Animationsstudios Compote Collective. Gemeinsam mit der Produzentin Vessela Dantcheva entwickelte sie ihren Debüt-Kurzfilm „Balconada“ beim CEE Animation Workshop 2021. Das Projekt gewann den Preis für das beste Projekt beim Drehbuchwettbewerb der Bulgarischen Filmgesellschaft und wurde beim Balkan Pitching Forum (TAFF, 2020) sowie bei den Mifa Pitches im Rahmen des Internationalen Animationsfilmfestivals von Annecy (2021) vorgestellt.

Im Jahr 2025 wurde „Balconada“ als Koproduktion zwischen Bulgarien und Frankreich realisiert, produziert von Vessela Dantcheva (Compote Collective) und Christophe Camoirano (Girelle Production).

Gewinnerin in der Kategorie „Bestes Debüt“ beim T-Short Festival 2025.